Diesel fuel fit for the winter

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Der letzte Winter war kalt und lang. Mit dem Diesel aus unserer Betriebstankstelle hatten wir Probleme.

Was müssen wir für diesen Winter beachten?


OELCHECK antwortet:

 

Blockade des Kraftstoffilters durch Paraffinkristalle

Der nächste Winter kommt bestimmt und damit manchmal auch eine unangenehme Überraschung für viele Dieselfahrer. Speditionen und andere gewerbliche Großverbraucher kaufen Diesel möglichst immer zu einem preisgünstigen Zeitpunkt ein. Wenn dann die Temperaturen sinken, kann daher noch Übergangsware oder gar reiner Sommerdiesel im Tank sein. Auch private PKW-Fahrzeuge, die nicht viel gefahren werden, können noch Kraftstoff im Tank haben, der noch nicht den Tieftemperaturanforderungen entspricht, die nach DIN EN 590 an Winterdiesel gestellt werden. Der Startversuch an einem kalten Morgen kann dann schnell zu einem Fehlstart werden. Ab einer Temperatur unter ca. +3 °C bilden sich Parraffinkristalle im Diesel. Diese schneeflöckchenartigen Kristalle schränken die Fließfähigkeit des Kraftstoffes ein. Er „dickt“ dadurch so stark ein, dass er nicht mehr durch die Leitung oder den Kraftstofffilter zur Einspritzpumpe gefördert werden kann. Trotz einer etwas anderen Zusammensetzung des Grundkraftstoffes von Sommer- und Winterdiesel müssen im Winter auch bestimmte Additive für die Fließfähigkeit zugesetzt werden. Sie verhindern, dass sich die Paraffinkristalle zusammenballen, größer werden und so zu einer Blockade des Kraftstofffilters führen können.

In den Normen (DIN EN 590 für Diesel, DIN EN 14214 für Biodiesel) ist der CFPP-Test definiert, der das Kraftstoffverhalten bei tiefen Temperaturen beschreibt. Mit dem Cold Filter Plugging Point, kurz CFPP (EN 116) wird geprüft, ob der Kraftstoff bei den geforderten Temperaturen noch durch einen definierten Filter (der den normalen Kraftstofffilter symbolisiert) gepumpt werden kann.

 

Für Heizöl, das zum Teil in stationären Dieselmotoren für die Energieerzeugung gefahren wird, gelten „mildere“ Vorschriften. Die Tieftemperatureignung von Pflanzenölen (Raps- oder Sojaöl), die als Dieselersatz verwendet oder dem Diesel zugegeben werden, kann mit dem CFPP nicht überprüft werden. Aus diesem Grund sind in der Vornorm noch keine Anforderungen enthalten.

 

In den entsprechenden Normen für Diesel- und Biodieselkraftstoffe sind die Anforderungen an das Kälteverhalten wie folgt geregelt:

Zeitraum

CFPP

15.04 bis 30.09.

≥ 0°C

01.10. bis 15.11 und 01.03. bis 14.04.

≥ -10°C

16.11. bis 28./29.02.

≥ -20°C

 

Für Rapsölkraftstoffe gilt abweichend: „Unterhalb von -5°C ist die für Lagerung, Kraftstoffförderung und Kaltstart wichtige Fließfähigkeit von Rapsölkraftstoff eingeschränkt. Bei noch tieferen Temperaturen können weitere Maßnahmen, wie z. B. Kraftstoffvorwärmung oder der Einsatz von Fließverbesserern, erforderlich sein.“

Die genannten Anforderungen gelten für den Kraftstoff ab Zapfsäule an der Tankstelle. Haben Sie aber noch Diesel in der Betriebstankstelle, haben Sie im südlichen Ausland getankt, erhalten Sie eine Diesellieferung zweifelhafter Herkunft oder fahren Sie mit Pflanzenöl- und Biodiesel-Mischungen, gehen Sie besser auf Nummer sicher: Lassen Sie sich von OELCHECK die Tieftemperatureignung Ihres Kraftstoffs als CFPP-Wert oder Pour-Point bestimmen, bevor Sie Ihre Fahrzeuge nach einer langen kalten Nacht nicht mehr starten können.